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Mormonentum
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Dem Mormonentum (auch Mormonismus) werden alle christlichen Glaubensgemeinschaften zugerechnet, die sich neben der Bibel auf das Buch Mormon berufen. Nach mormonischer Ăberlieferung hat Joseph Smith, jr. das Buch Mormon 1827 von goldenen Platten, die er im HĂŒgel Cumorah fand, ĂŒbersetzt. Die groĂe Mehrheit der mormonischen Konfessionen kennt noch weitere Offenbarungen, die in der Schrift âLehre und BĂŒndnisseâ zusammengefasst wurden.
1830 grĂŒndete Smith die erste mormonische Religionsgemeinschaft Church of Christ. Aus ihr ging die Gemeinschaft Christi hervor, die heute mit rund 250.000 Mitgliederncite-ref-1[1] die zweitgröĂte mormonische Kirche stellt. Sie wurde 1880 als Rechtsnachfolgerin der ursprĂŒnglichen Church of Christ anerkannt und war bis zu seiner VerĂ€uĂerung im Jahr 2024 im Besitz der meisten Dokumente aus dem Nachlass von Joseph Smith, jr. sowie des Ă€ltesten mormonischen Tempels.cite-ref-2[2]
Die gröĂte mormonische Kirche mit ĂŒber 17 Millionen Mitgliedern (Stand: 31. Dezember 2023)cite-ref-3[3] ist die seit 1838 bestehende Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (oft kurz HLT; englisch: The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints; kurz LDS). Sie ist zumeist gemeint, wenn von Mormonen die Rede ist,cite-ref-4[4]cite-ref-launius-5-0[5]cite-ref-6[6]cite-ref-7[7] obwohl sie seit 2018 nicht mehr so genannt werden möchte.cite-ref-lds-styleguide-8-0[8]cite-ref-9[9]
Contents
âą Geschichte
⹠AnfÀnge
âą Pionier-Zeit
âą Neuere Zeit
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Glaubensinhalte und Bezug zum Christentum
Siehe auch
:
Unterschiede zwischen der Gemeinschaft Christi und der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
Das Buch Mormon beschreibt in Anlehnung an biblische Ereignisse ergĂ€nzende Besiedlungen Amerikas und geschichtliche Ausschnitte einiger vergangener amerikanischer Kulturen: Eine erste Besiedlungswelle habe bereits nach der babylonischen Sprachverwirrung stattgefunden; die damals nach Amerika ausgewanderten Jarediten seien jedoch ausgestorben, bevor es zu einer weiteren Einwanderungswelle kam. Diese zweite Gruppe sei nach der Zerstörung Jerusalems durch den babylonischen König Nebukadnezar II. und dem Beginn des Babylonischen Exils im Jahr 598 v. Chr. ausgewandert. Diese Personen hĂ€tten zu den StĂ€mmen Israels gehört und hĂ€tten sich nach einiger Zeit in die Nephiten, die die Gebote Gottes hielten, und die vom Glauben abtrĂŒnnigen Lamaniten aufgeteilt.
Die gottesfĂŒrchtigen Nephiten seien von Jesus Christus unmittelbar nach dessen Auferstehung besucht worden, wobei er ihnen einen Kern des Evangeliums vermittelt habe, bevor er in den Himmel aufgefahren sei. Nach etlichen Kriegen zwischen den Gruppen seien Anfang des 5. Jahrhunderts n. Chr. die Nephiten völlig vernichtet worden. Die Lamaniten, welche bereits nach der Abspaltung von den Nephiten eine dunklere Hautfarbe angenommen hĂ€tten,cite-ref-10[10] seien verblieben und zĂ€hlten zu den Vorfahren der amerikanischen Indianer.cite-ref-11[11] Der Prophet Mormon habe die Geschichte auf Goldplatten in âreformiertem Ăgyptischâcite-ref-12[12] aufgezeichnet. Der letzte ĂŒberlebende Nephit sei der Prophet Moroni gewesen, der die Platten in einem HĂŒgel verborgen habe.
1823 soll Moroni Joseph Smith, jr. als Engel in Manchester (New York) erschienen sein, wo er Smith Hinweise ĂŒbergeben habe, wo diese Platten zu finden seien. Smith soll die Platten 1827 in einem nahegelegenen HĂŒgel, der spĂ€ter Cumorah genannt wurde, entdecktcite-ref-13[13] und zeitweise mit Hilfe der Sehersteine Urim und Thummim und einem anderen Ăbersetzungsinstrument ins Englische ĂŒbersetzt haben, bevor er sie an Moroni habe zurĂŒckgeben mĂŒssen. Dieser Text bildet das Buch Mormon.
Im Laufe seines Lebens fasste Smith zudem 133 Offenbarungen in seinem mehrfach ergĂ€nzten und ĂŒberarbeiteten Werk Lehre und BĂŒndnisse zusammen. Darunter befinden sich Anordnungen ĂŒber die Kirchenorganisation, vertiefende Heilslehren, zeitliche Anweisungen und weitere Lebensweisen wie Hinweise zur Mehrfachehe und Regelungen zur Taufe Verstorbener in Form lebender Stellvertreter, um auch bereits Verstorbenen die Aufnahme in die Kirche und das Ewige Leben zu ermöglichen. Neben ErgĂ€nzungen zur Bibel, welche spĂ€ter in dem Schriftband Köstliche Perle herausgebracht wurden, erwarb Smith von einem HĂ€ndler eine Sammlung altĂ€gyptischer Papyri und veröffentlichte das Buch Abraham, in dem weitere Lehren enthalten sind, die eine inspirierte Ăbersetzung der Papyri sein sollen (ebenfalls enthalten in dem Schriftband Köstliche Perle). Neben diese Kirchenschriften treten Aufzeichnungen von LehrgesprĂ€chen und VortrĂ€gen Smiths als eine weitere Grundlage der heutigen mormonischen Religionsgemeinschaften.
Das Gottesbild fast aller mormonischen Glaubensrichtungen ist antitrinitarisch.cite-ref-14[14] Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist stehen als verschiedene Personen nebeneinander. Abweichend hiervon lehrt die zweitgröĂte mormonische Kirche, die Gemeinschaft Christi, ein trinitarisches Gottesbild. Sie hat auch das Bekenntnis von NicĂ€a anerkanntcite-ref-15[15] und verwendet das Kreuz als Symbol in ihrer Kirche, wĂ€hrend die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage das Kreuz als zentrales Erkennungszeichen ablehnt.
Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bezeichnen sich selbst entschieden als Christencite-ref-16[16]cite-ref-velkd-17-0[17]cite-ref-18[18] und sehen sich durch die Offenbarungen Joseph Smiths gegenĂŒber der âGroĂen und greuelreichen Kircheâ im Besitz der ursprĂŒnglichen christlichen Glaubensinhalte. Sie sind daher den Wiederherstellungsbewegungen zuzurechnen, die nach eigener Ăberzeugung zum Urchristentum zurĂŒckgekehrt sind.
DemgegenĂŒber stehen die groĂen christlichen Kirchen auf dem Standpunkt, dass nach der Kanonisierung des Neuen Testaments die christlichen GlaubensgrundsĂ€tze abgeschlossen seien und Neuoffenbarungen nicht möglich seien. Die groĂen christlichen Kirchen halten die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nicht fĂŒr eine christliche Religion, sondern fĂŒr eine âeigenstĂ€ndige, synkretistische Neu-Religionâcite-ref-velkd-17-1[17] und erkennen ihre Mitglieder nicht als getaufte Christen an.cite-ref-19[19] Im Gegensatz dazu wird die Taufe der Gemeinschaft Christi anerkannt. Diese Position vertreten die römisch-katholische Kirche,cite-ref-20[20] die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands,cite-ref-velkd-17-2[17] die Evangelisch-methodistische Kirchecite-ref-21[21] und die Presbyterian Church.cite-ref-22[22]
GemÀà einer Umfrage aus dem Jahr 2007 wissen 51 % der US-Amerikaner nach eigenen Angaben kaum etwas ĂŒber das Mormonentum. Eine knappe Mehrheit von 52 % der befragten US-Amerikaner hielten das Mormonentum fĂŒr eine christliche Religion, wĂ€hrend ein knappes Drittel (31 %) das Mormonentum nicht fĂŒr eine christliche Religion hielt.cite-ref-23[23]
Der Schriftenkanon der mormonischen Konfessionen unterscheidet sich. Die HLT-Kirche kennt vier BĂŒcher (auch Standardwerke genannt). Diese sind im Einzelnen (a) die Bibelcite-ref-24[24] (bestehend aus dem Alten und dem Neuen Testament), (b) das Buch Mormon, (c) eine Sammlung von Offenbarungen und Schriften von Joseph Smith, die als Heilige Schrift Lehre und BĂŒndnisse bekannt ist, sowie (d) die Köstliche Perle. Mormonen haben jedoch eine relativ offene Definition der Heiligen Schrift. In der Regel wird alles, was von einem Propheten unter Inspiration gesprochen oder geschrieben wird, als das Wort Gottes angesehen.cite-ref-25[25] So ist die Bibel, geschrieben von Propheten und Aposteln, das Wort Gottes, soweit es richtig ĂŒbersetzt ist. Es wird angenommen, dass auch das Buch Mormon von alten Propheten geschrieben wurde und als ein Begleiter der Bibel angesehen wird. Nach dieser Definition werden auch die Lehren von Smiths Nachfolgern als Schrift akzeptiert, auch wenn sie immer am Schriftkanon gemessen werden und sich stark an ihm orientieren.
Die frĂŒh von der HLT-Kirche getrennten Konfessionen akzeptieren die Offenbarungen seit ihrer GrĂŒndung nicht und verwenden daher die Lehre und BĂŒndnisse in einer frĂŒheren Version und lehnen zum Teil auch die Köstliche Perle ganz oder in Teilen ab.
Die GlĂ€ubigen nehmen eine Möglichkeit an, im Rahmen des Plan der Erlösung selbst ĂŒber die Erlösung hinaus zu göttlicher WĂŒrde aufzusteigen, so wie âGott einst ein Menschâ gewesen sei. Kritiker aus den groĂen christlichen Kirchen werfen ihnen daher Polytheismus vor: âDie Mormonen verehren nur einen Gott, glauben aber, dass es neben diesem noch andere gibt, die wie er göttliche Erhöhung erlangt haben. Auch Gott selbst war einmal ein Mensch, der durch Lernen, PrĂŒfung und Wachstum zu einem Gott herangereift ist.âcite-ref-27[27] Mormonen glauben an ein âfreundliches Universumâ, das von einem Gott regiert wird, dessen Ziel es ist, seine Kinder zur Unsterblichkeit und zum ewigen Leben zu bringen. Mormonen haben eine einzigartige Perspektive auf die Natur Gottes, den Ursprung des Menschen und den Sinn des Lebens. Zum Beispiel glauben Mormonen an eine vorsterbliche Existenz, in der Menschen buchstĂ€blich Geistkinder Gottes warencite-ref-pmgpos-28-0[28] und dass Gott einen Plan der Erlösung vorlegte, der es seinen Kindern ermöglichen wĂŒrde, Fortschritte zu machen und ihm Ă€hnlicher zu werden. Der Plan sah vor, dass die Geister Körper auf der Erde empfangen und PrĂŒfungen durchlaufen, um zu lernen, Fortschritte zu machen und eine âFĂŒlle der Freudeâ zu empfangen.cite-ref-pmgpos-28-1[28] Der wichtigste Teil des Plans bestand darin, dass Jesus, das Ă€lteste der Kinder Gottes, als der buchstĂ€bliche Sohn Gottes auf die Erde kam, um SĂŒnde und Tod zu besiegen, damit die anderen Kinder Gottes zurĂŒckkehren konnten. Nach den Mormonen wird jeder Mensch, der auf der Erde lebt, auferstehen und fast alle werden in verschiedene âGrade der Herrlichkeitâ aufgenommen werden. Um in das höchste Königreich aufgenommen zu werden, muss eine Person Christus durch Glauben, BuĂe und durch Verordnungen wie Taufe und Handauflegung vollstĂ€ndig annehmen.cite-ref-29[29]
Den Mormonen zufolge begann eine Abweichung von den ursprĂŒnglichen Prinzipien des Christentums, die als der GroĂe Glaubensabfall (englisch: Great Apostasy) bezeichnet wird, kurz nach der Himmelfahrt Jesu Christi und dauerte bis Joseph Smiths erster Vision im Jahr 1820.cite-ref-pmg35-30-0[30] Sie war geprĂ€gt von der Korruption der christlichen Lehre durch griechische und andere Philosophien,cite-ref-ga2-31-0[31] wobei sich die AnhĂ€nger in verschiedene ideologische Gruppen aufspalteten.cite-ref-marv1-32-0[32] Mormonen behaupten, das Martyrium der Apostelcite-ref-ga1-33-0[33] habe zu einem Verlust der AutoritĂ€t des LDS-Priestertums gefĂŒhrt, die Kirche und ihre Orden zu verwalten.cite-ref-eyring-34-0[34] Mormonen glauben, dass Gott die frĂŒhchristliche Kirche durch Joseph Smith wiederhergestellt hat. Insbesondere glauben die Mormonen, dass Engel wie Petrus, Jakobus, Johannes, Johannes der TĂ€ufer, Moses und Elija Smith u. a. erschienen sind und ihnen verschiedene Priestertumsvollmachten verliehen haben. Mormonen glauben, dass ihre Kirche aufgrund der durch Smith wiederhergestellten göttlichen AutoritĂ€t die âeinzig wahre und lebendige Kircheâ ist. Mormonen sehen in anderen Religionen Teile der Wahrheit, gute Werke als auch einen echten Wert.cite-ref-35[35]
Geschichte
Die Geschichte der Mormonen lĂ€sst sich in drei groĂe Zeitabschnitte unterteilen: (1) die frĂŒhe Geschichte zu Lebzeiten von Joseph Smith, (2) eine âPionierzeitâ unter der FĂŒhrung von Brigham Young und seinen Nachfolgern und (3) eine moderne Ăra, die um die Wende zum 20. Jahrhundert begann. In der ersten Periode versuchte Smith, eine Stadt namens Zion zu errichten, in der sich die Konvertiten versammeln konnten. WĂ€hrend der Pionierzeit wurde Zion zu einer âLandschaft der Dörferâ in Utah. In der Neuzeit ist Zion immer noch ein Ideal, auch wenn sich die Mormonen eher in ihren einzelnen Gemeinden als an einem zentralen geografischen Ort versammeln.cite-ref-38[38]
AnfÀnge
Die Mormonenbewegung begann mit der Veröffentlichung des Buches Mormon im MĂ€rz 1830, von dem Smith behauptete, es sei eine Ăbersetzung goldener Platten, die die Religionsgeschichte einer alten amerikanischen Zivilisation enthielten, die von dem alten Propheten-Historiker Mormon zusammengestellt worden war. Smith behauptete, der Engel Moroni habe ihn zu den goldenen Platten gefĂŒhrt, die im HĂŒgel Cumorah begraben waren.cite-ref-39[39] Am 6. April 1830 grĂŒndete Smith formell die Kirche Christi.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41] Im Jahr 1832 fĂŒgte Smith einen Bericht ĂŒber die Erste Vision hinzu, die er irgendwann in den frĂŒhen 1820er Jahren hatte, als er in Upstate New York lebte.cite-ref-42[42]cite-ref-43[43]cite-ref-44[44] Diese Vision wurde von einigen Mormonen als das wichtigste Ereignis in der Geschichte der Menschheit nach der Geburt, dem Dienst und der Auferstehung Jesu Christi angesehen.cite-ref-45[45]cite-ref-46[46]cite-ref-47[47]cite-ref-48[48]
Die junge Religion wuchs schnell in Richtung Westen, als Smith KirchenĂ€lteste als Missionare aussandte,cite-ref-49[49] die Glaubensansichten lehrten, die besonders in der lĂ€ndlichen Bevölkerung Anklang fanden, und zudem durch die Veröffentlichung des Buches Mormon eine Verbindung zu den archĂ€ologischen Funden und Leistungen amerikanischer Indianerkulturen herstellte. Anfang des 19. Jahrhunderts waren unter den damaligen Amateur-ArchĂ€ologen Theorien verbreitet, wonach eine vergangene entwickeltere Rasse â die Verlorenen StĂ€mme Israels, die Alten Ăgypter, die Antiken Griechen oder andere â den amerikanischen Kontinent besiedelt und spĂ€ter verlassen habe.cite-ref-50[50]cite-ref-51[51] Indem die zentrale Heilige Schrift Smiths, das Buch Mormon, an solchen Theorien anknĂŒpfte und die amerikanische Landschaft sowie zum Teil auch deren Ureinwohner in den biblischen Heilsplan einbezog, wird die Religion der Mormonen von einigen heutigen Historikern als die amerikanischste unter allen Erweckungsbewegungen des 19. Jahrhunderts angesehen.cite-ref-52[52] Smiths Religion bot darĂŒber hinaus eine klare Möglichkeit der Erlösung von Schuld fĂŒr sich selbst und die eigene Familie und hatte eine strenge Struktur in Form von BĂŒndnissen und Verordnungen, die spĂ€ter durch Rituale in speziellen GotteshĂ€usern â den Tempeln â erweitert wurden. Durch das Kirchenamt des âPropheten, Sehers und Offenbarersâ wĂŒrden die Mormonen auch immer ĂŒber göttliche Offenbarungen verfĂŒgen, die die Kirche leiten könnten. 1831 zog die Kirche nach Kirtland in Ohio um, wobei sie erfolgreich missioniertecite-ref-53[53] und Smith mit der Errichtung eines AuĂenpostens in Jackson County (Missouri) begann,cite-ref-54[54] wo er schlieĂlich die Stadt Zions (oder das Neue Jerusalem) errichten lassen wollte.cite-ref-55[55]cite-ref-56[56]
1833 vertrieben Siedler aus Missouri, die durch den raschen Zustrom von Mormonen alarmiert worden waren, diese aus dem Jackson County in das nahegelegene Clay County (Missouri), wo sich die Einwohner ihnen gegenĂŒber freundlicher verhielten.cite-ref-57[57] Danach leitete Smith eine Mission, bekannt als Zionslager, um das Land zurĂŒckzugewinnen,cite-ref-58[58] und er begann mit dem Bau des Kirtland-Tempels in Kirtland (Ohio) im Lake County (Ohio), wo die Kirche begann aufzublĂŒhen. Im Sommer 1835 zĂ€hlte die Kirche bereits 1500 bis 2000 Mitglieder in Kirtland und im Zeitraum von 1831 bis 1838 war ihre Anzahl von ursprĂŒnglich 680 bis auf 17.881 angewachsen.cite-ref-59[59] Als die Missouri-Mormonen 1836 gebeten wurden, Clay County zu verlassen, sicherten sie sich Land in dem Gebiet, das spĂ€ter Caldwell County werden sollte.cite-ref-60[60] Die Kirtland-Ăra endete 1838, nachdem das Scheitern einer von der Kirche gesponserten Anti-Bank, der Kirtland Safety Society (KSS), dazu fĂŒhrte, dass eine groĂe Anzahl an Menschen, vor allem Mormonen, ihr Vermögen verlorencite-ref-61[61] und Joseph Smith am 12. Januar 1838 aus Kirtland vor der Mob-Gewalt fliehen musste und sich mit der verbliebenen Kirche in Far West, im Caldwell County in Missouri, zusammenschloss.cite-ref-62[62]cite-ref-63[63] Im Herbst 1838 eskalierten die Spannungen zwischen Mormonen und Nicht-Mormonen, so dass es zum Mormonenkrieg (englisch: Missouri Mormon War bzw. 1838 Mormon War) mit den alten Siedlern aus Missouri kam.cite-ref-64[64] Am 27. Oktober 1838 befahl der Gouverneur von Missouri Lilburn Boggs, dass die Mormonen âals Feinde behandeltâ und ausgerottet oder aus dem Staat vertrieben werden mĂŒssen.cite-ref-65[65]cite-ref-66[66] Zwischen November 1838 und April 1839 emigrierten etwa achttausend vertriebene Mormonen ostwĂ€rts nach Illinois ein.cite-ref-67[67]
Am 30. April 1839 erwarben die Mormonen den kleinen Ort Commerce in Illinois, legten den Sumpf am Ufer des Mississippi trocken, begannen HĂ€user zu bauen, bepflanzten den Boden und benannten das Gebiet in Nauvoo um, ein Wort das aus dem hebrĂ€ischen stammt und schön bzw. schöner Ort bedeutet.cite-ref-68[68] Am 6. April 1841 wurden in Nauvoo die Bauarbeiten am Nauvoo-Tempel mit der Ecksteinlegung aufgenommen, die am 30. April und am 1. Mai 1846 mit den offiziellen Weihegebeten durch Joseph Young (1797â1881) und Orson Hyde (1805â1878) abgeschlossen wurden.cite-ref-69[69] Die Stadt wurde zum neuen Hauptsitz und Versammlungsort der Kirche und sie wuchs schnell, z. T. angetrieben durch die aus Europa eingewanderten Konvertiten. In der Zwischenzeit fĂŒhrte Smith Tempelzeremonien ein, die ursprĂŒnglich dazu gedacht waren, um bei zusĂ€tzlichen Frauen fĂŒr ausgewĂ€hlte Mitarbeiter Siegelungen vorzunehmen; spĂ€ter wurde die Zeremonie jedoch angepasst, damit Familien fĂŒr die Ewigkeit spirituell miteinander verbunden werden konnten.cite-ref-70[70] WĂ€hrend dieser Zeit fĂŒhrte Smith auch die Doktrinen der ewigen Progression oder Erhöhung ein und kĂŒndigte mehrere neue ĂbersetzungsbemĂŒhungen an, darunter das Buch Abraham und die Kinderhook-Plates.cite-ref-71[71]cite-ref-72[72] Smith grĂŒndete eine Dienstleistungsorganisation fĂŒr Frauen, die Frauenhilfsvereinigung, sowie eine Organisation namens Council of Fifty, die ein zukĂŒnftiges theodemokratisches âReich Gottesâ auf der Erde reprĂ€sentieren sollte.cite-ref-73[73] Smith veröffentlichte auch einen aktualisierten Bericht ĂŒber seine Erste Vision, in dem er behauptete, dass ihm Vater und Sohn erschienen seien, als er etwa 14 Jahre alt war.cite-ref-74[74]cite-ref-75[75]
Im Jahr 1844 schĂŒrten Insiderberichte ĂŒber Polygamie und Smiths rasch wachsende politische Macht Konflikte zwischen Mormonen und ihren Nachbarn. Smith nutzte sein politisches Amt und die mormonische Miliz, die sogenannte Nauvoo Legion,cite-ref-76[76] um die Druckpresse der Zeitung Nauvoo Expositor zu zerstören, die Smiths Praxis der Polygamie aufdeckte, was dazu fĂŒhrte, dass Smith unter Anklage des Verrats verhaftet wurde. Am 27. Juni 1844 wurden Smith und sein Bruder Hyrum, wĂ€hrend sie auf einen Gerichtstermin warteten, in Carthage (Illinois) von einem aufgebrachten Mob getötet.cite-ref-77[77] Da Hyrum Smiths logischer Nachfolger war,cite-ref-78[78] verursachte ihr Tod eine Nachfolgekrise (englisch: Succession crisis)cite-ref-79[79] und Brigham Young ĂŒbernahm am 8. August 1844 die FĂŒhrung ĂŒber die Mehrheit der Heiligen der Letzten Tage.cite-ref-80[80]
Young war ein enger Mitarbeiter von Smith gewesen und war leitender Apostel des Kollegiums der Zwölf Apostel.cite-ref-81[81] Kleinere Gruppen von Heiligen der Letzten Tage folgten anderen FĂŒhrern, um andere Glaubensgemeinschaften in der Bewegung der Heiligen der Letzten Tage zu bilden.
Pionier-Zeit
Zwei Jahre nach Smiths Tod eskalierten die Konflikte zwischen Mormonen und anderen Bewohnern von Illinois. Um einen Krieg zu verhindern, fĂŒhrte Brigham Young die Mormonischen Pioniere (die die meisten Heiligen der Letzten Tage ausmachten) in ein vorĂŒbergehendes Winterquartier in Nebraskacite-ref-82[82] und dann schlieĂlich (ab 1847) in das Gebiet, das zum Utah Territory wurde.cite-ref-emigration-religious-freedom-83-0[83] Nachdem es den Mormonen nicht gelungen war, Zion innerhalb der Grenzen der amerikanischen Gesellschaft aufzubauen, begannen sie, eine Gesellschaft in Abgeschiedenheit auf der Grundlage ihrer Ăberzeugungen und Werte zu errichten.cite-ref-84[84] Die kooperative Ethik, die die Mormonen in den letzten anderthalb Jahrzehnten entwickelt hatten, wurde wichtig, als sich die Siedler verzweigten und eine groĂe WĂŒstenregion kolonisierten, die heute als Mormonenkorridor bekannt ist.cite-ref-85[85]cite-ref-86[86] KolonisierungsbemĂŒhungen wurden als religiöse Pflichten angesehen und die neuen Dörfer wurden von mormonischen Bischöfen (lokalen religiösen LaienfĂŒhrer) regiert. Die Mormonen betrachteten Land als Gemeingut und entwarfen und unterhielten ein kooperatives BewĂ€sserungssystem, das es ihnen erlaubte, in der WĂŒste eine landwirtschaftliche Gemeinschaft aufzubauen.
Von 1849 bis 1852 weiteten die Mormonen ihre MissionsbemĂŒhungen stark aus und grĂŒndeten mehrere Missionen in Europa, Lateinamerika und im SĂŒdpazifik. Es wurde erwartet, dass sich die Konvertiten in Zion âversammelnâ wĂŒrden, und wĂ€hrend der PrĂ€sidentschaft Youngs (von 1847 bis 1877) wanderten ĂŒber 70.000 Mormonenkonvertiten nach Amerika ein.cite-ref-87[87] Viele der Konvertiten kamen aus England und Skandinavien und wurden schnell in die mormonische Gemeinschaft assimiliert.cite-ref-88[88] Viele dieser Einwanderer durchquerten die Great Plains in von Ochsen gezogenen Planwagen, wĂ€hrend einige spĂ€tere Gruppen ihre BesitztĂŒmer in kleinen Handkarren zogen. In den 1860er Jahren begannen die Neuankömmlinge die sich im Bau befindliche First Transcontinental Railroad zu benutzen.
Im Jahr 1852 machten die KirchenfĂŒhrer die bis dahin geheime Praxis der Mehrehe, einer Form der Polygamie, öffentlich bekannt. Die Offenbarung zur Mehrehe hat Joseph Smith am 12. Juli 1843 niedergeschrieben. Sie wurde erstmals 1852 auf einer Generalkonferenz öffentlich bekannt gegeben.cite-ref-89[89]cite-ref-90[90] In den folgenden 50 Jahren gingen viele Mormonen (zwischen 20 und 30 Prozent der Mormonenfamilien)cite-ref-91[91] als religiöse Pflicht eine Mehrehe ein, wobei die Zahl der Mehrehen um 1860 einen Höhepunkt erreichte und dann im Laufe des restlichen Jahrhunderts zurĂŒckging.cite-ref-92[92] Vereinzelt wurde damals gelehrt, dass ein Mann mindestens drei Frauen heiraten sollte, um einen der höchsten RĂ€nge nach der Erhöhung einzunehmen, Frauen wiederum konnten an den Segnungen der Erhöhung durch die Verbindung zu ihrem Mann teilnehmen und mit ihm auch im Jenseits Nachkommen haben.cite-ref-93[93] Abgesehen von den doktrinĂ€ren GrĂŒnden fĂŒr die Mehrehe machte diese Praxis auch wirtschaftlich Sinn, da viele der polygamen Ehefrauen alleinstehende Frauen waren, die ohne BrĂŒder oder VĂ€ter nach Utah kamen, um ihnen gesellschaftliche UnterstĂŒtzung zu bieten.cite-ref-bushman-94-0[94]
Bis 1857 waren die Spannungen zwischen Mormonen und anderen Amerikanern erneut eskaliert, vor allem als Folge der Anschuldigungen wegen Polygamie und der theokratischen Herrschaft von Brigham Young im Utah-Territorium durch den Beisitzenden Richter William W. Drummond nach seiner Resignation am 30. MĂ€rz 1857.cite-ref-95[95]cite-ref-utah-krieg-96-0[96] Auf Basis dieser Anklagen ernannte US-PrĂ€sident James Buchanan (der wĂ€hrend seiner Wahlkampagne versprochen hatte er werde Brigham Young als Gouverneur entlassen, wenn er zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt wĂŒrde) Alfred Cumming aus Georgia zum Gouverneur von Utah. Er gab ihm eine MilitĂ€reskorte von 2500 Mann mit, die sich nach einem MilitĂ€rbefehl vom 18. Mai 1857 durch Kriegsminister John B. Floyd auf den Weg nach Utah machte.cite-ref-utah-krieg-96-1[96] Dies hatten die Mormonen als offene Aggression gegen sie interpretiert und aus Furcht vor einer Wiederholung der Ereignisse in Missouri und Illinois waren sie bereit, sich zu verteidigen und entschlossen â im Falle einer Invasion â ihre eigenen HĂ€user niederzubrennen. Der relativ friedliche Utah-Krieg dauerte von 1857 bis 1858, wobei der bemerkenswerteste Fall von Gewalt das Mountain-Meadows-Massaker vom 7. bis 11. September 1857 war, als FĂŒhrer einer örtlichen Mormonenmiliz die Tötung einer zivilen Emigrantenpartei, der Baker-Fancher party (deutsch: Fancher-Zug) anordneten, die zufĂ€llig wĂ€hrend der eskalierenden Spannungen durch Utah reiste.cite-ref-utah-krieg-96-2[96] 1858 willigte Young schlieĂlich ein, von seinem Amt als Gouverneur zurĂŒckzutreten, worauf er durch den Nicht-Mormonen Alfred Cumming ersetzt wurde.cite-ref-97[97] Dennoch ĂŒbte die LDS-Kirche im Utah-Territorium immer noch eine bedeutende politische Macht aus.cite-ref-98[98]
Als Young 1877 starb, folgten ihm andere LDS-KirchenprĂ€sidenten, die sich den BemĂŒhungen des Kongresses der Vereinigten Staaten weiterhin widersetzten, mormonisch-polygame Ehen zu verbieten. 1878 entschied der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in der Rechtssache Reynolds [George Reynolds, 1842â1909cite-ref-99[99] ] gegen die Vereinigten Staaten, dass religiöse Pflicht keine geeignete Verteidigung fĂŒr die AusĂŒbung der Polygamie sei,cite-ref-100[100] worauf viele mormonische Polygamisten untertauchten und der Kongress spĂ€ter begann, Kirchenvermögen zu beschlagnahmen. Im September 1890 gab der vierte PrĂ€sident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Wilford Woodruff ein Manifest heraus, in dem die Praxis der Polygamie offiziell ausgesetzt wurde.cite-ref-101[101] Dies war das erste Mal in der Geschichte der Kirche, dass eine Offenbarung nicht selbst veröffentlicht wurde, sondern nur ein Dokument, das sich auf sie beriefcite-ref-102[102].
Obwohl dieses Manifest die bestehenden Mehrehen nicht auflöste, verbesserten sich die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten nach 1890 deutlich, so dass Utah 1896 als US-Bundesstaat zugelassen wurde. Nach dem Manifest fuhren einige Mormonen fort, polygame Ehen einzugehen, was aber schlieĂlich im Jahr 1904 aufhörte, als sich KirchenprĂ€sident Joseph F. Smith vor dem Kongress von der Polygamie distanzierte und ein Zweites Manifest herausgab, in dem er dazu aufrief, alle Mehrehen in der Kirche zu beenden. SchlieĂlich verabschiedete die Kirche eine Politik der Exkommunikation von Mitgliedern, die die Polygamie praktizieren und versucht heute aktiv, sich von âfundamentalistischenâ Gruppen zu distanzieren, die diese Praxis fortsetzen.cite-ref-103[103]
Neuere Zeit
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen die Mormonen, sich wieder in den amerikanischen Mainstream zu integrieren. 1929 begann der Mormon Tabernacle Choir in Salt Lake City, eine wöchentliche AuffĂŒhrung im nationalen Radio auszustrahlen, was sich als eine Bereicherung fĂŒr die Ăffentlichkeitsarbeit herausstellte. Das wöchentliche Andachtsprogramm des Chores mit dem Namen Music & the Spoken Word, ist eines der am lĂ€ngsten ausgestrahlten Radioprogramme der Welt und wird seit dem 15. Juli 1929 ausgestrahlt.cite-ref-104[104] Die Mormonen legten Wert auf den Patriotismus und die Industrie und stiegen dabei im sozioökonomischen Sinne von der untersten Ebene der amerikanischen Religionsgemeinschaften zur Mittelschicht auf.
âWith the consistent encouragement of church leaders, Mormons became models of patriotic, law-abiding citizenship, sometimes seeming to âout-Americanâ all other Americans. Their participation in the full spectrum of national, social, political, economic, and cultural life has been thorough and sincereâ
âMit der konsequenten Ermutigung von KirchenfĂŒhrern wurden Mormonen zu Vorbildern einer patriotischen, gesetzestreuen StaatsbĂŒrgerschaft, die manchmal alle anderen Amerikaner âauĂeramerikanischâ erscheinen lieĂ. Ihre Teilnahme am gesamten Spektrum des nationalen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens war grĂŒndlich und aufrichtig.â
â
Armand L. Mauss
In den 1920er und 1930er Jahren begannen Mormonen aus Utah auszuwandern, ein Trend, der durch die Weltwirtschaftskrise beschleunigt wurde, da die Mormonen nach Arbeit suchten, wo immer sie diese finden konnten. Als sich die Mormonen ausbreiteten, schufen KirchenfĂŒhrer Programme, die dazu beitragen sollten, das enge GemeinschaftsgefĂŒhl der mormonischen Kultur zu erhalten. ZusĂ€tzlich zu den wöchentlichen Gottesdiensten begannen Mormonen, an zahlreichen Programmen teilzunehmen, wie Pfadfinder (englisch: Boy Scouts), einer Organisation fĂŒr Junge Damen (als Teenager, englisch: Young Women (organization)), von der Kirche gesponserten TĂ€nzen, Basketball auf Gemeindeebene, CampingausflĂŒgen, TheaterauffĂŒhrungen und religiösen Bildungsprogrammen fĂŒr Jugendliche und Studenten. WĂ€hrend der Weltwirtschaftskrise initiierte die Kirche ein Wohlfahrtsprogramm, um den BedĂŒrfnissen armer Mitglieder gerecht zu werden, das inzwischen auch einen humanitĂ€ren Zweig umfasst, der Katastrophenopfern Hilfe leistet.
In der spĂ€teren HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts gab es im Mormonentum eine RĂŒckzugsbewegung, in der die Mormonen konservativer wurden und versuchten, ihren Status als âeigentĂŒmliches Volkâ zurĂŒckzugewinnen.cite-ref-106[106] Obwohl die 1960er und 1970er Jahre VerĂ€nderungen wie die Frauenbewegung und die BĂŒrgerrechtsbewegung mit sich brachten, waren die MormonenfĂŒhrer ĂŒber die Aushöhlung traditioneller Werte, die Sexuelle Revolution, den weit verbreiteten Gebrauch von Freizeitdrogen, den moralischen Relativismus und andere KrĂ€fte, die sie als schĂ€dlich fĂŒr die Familie ansahen, alarmiert.cite-ref-107[107] Um dem zum Teil entgegenzuwirken, legten Mormonen einen noch gröĂeren Schwerpunkt auf Familienleben, religiöse Erziehung und Missionsarbeit und wurden dabei konservativer. Infolgedessen sind Mormonen heute wahrscheinlich weniger in die Mainstream-Gesellschaft integriert als in den frĂŒhen 1960er Jahren.cite-ref-108[108]
Obwohl Schwarze bereits seit der Zeit Joseph Smiths Mitglieder von Mormonengemeinden sind, war die Anzahl an Schwarzen im Mormonentum vor 1978 gering. Von 1852 bis 1978 setzte die LDS-Kirche eine Politik durch, die es MĂ€nnern schwarzafrikanischer Abstammung untersagte, zum Laienpriestertum der Kirche ordiniert zu werden.cite-ref-109[109]cite-ref-bushman111-110-0[110] Die Kirche wurde fĂŒr ihre Politik wĂ€hrend der BĂŒrgerrechtsbewegung scharf kritisiert, aber die Politik blieb bis zu einer Kehrtwende im Jahr 1978 in Kraft, die zum Teil durch Fragen zu gemischt-rassischen Konvertiten in Brasilien ausgelöst wurde.cite-ref-bushman111-110-1[110] Im Allgemeinen begrĂŒĂten die Mormonen den Wechsel mit Freude und Erleichterung.cite-ref-bushman111-110-2[110] Seit 1978 hat die Anzahl an Mitgliedschaften unter Schwarzen zugenommen und 1997 hatte die Kirche etwa 500.000 schwarze Mitglieder (was etwa 5 % der Gesamtmitgliederzahl ausmacht), vor allem in Afrika, Brasilien und der Karibik.cite-ref-111[111] Insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent ist seither die Mitgliederzahl stark angestiegen.cite-ref-112[112] Derzeit sind 6 Tempel in Afrika in Betrieb, weitere 19 Tempel sind fĂŒr Afrika angekĂŒndigt oder befinden sich im Bau bzw. in Renovierung.cite-ref-113[113] Einige schwarze Mormonen sind Mitglieder der Genesis Group, einer Organisation schwarzer Mitglieder, die ursprĂŒnglich sieben Jahre vor der Aufhebung des Priestertumsverbots entstanden ist und von der Kirche unterstĂŒtzt wird.cite-ref-114[114]
Die LDS-Kirche wuchs rasch nach dem Zweiten Weltkrieg und wurde zu einer weltweiten Organisation, da mormonische Missionare in die ganze Welt gesandt wurden. Alle 15 bis 20 Jahre verdoppelte sich die GröĂe der Kirche,cite-ref-115[115] und 1996 gab es mehr Mormonen auĂerhalb als innerhalb der Vereinigten Staaten.cite-ref-todd-1996-116-0[116] Im Jahr 2012 gab es schĂ€tzungsweise 14,8 Millionen Mormonen,cite-ref-117[117] wobei etwa 57 Prozent auĂerhalb der Vereinigten Staaten leben. Es wird geschĂ€tzt, dass etwa 4,5 Millionen Mormonen â etwa 30 % der Gesamtmitglieder â regelmĂ€Ăig Gottesdienste besuchen.cite-ref-118[118] Die Mehrheit der US-Mormonen besteht aus WeiĂen und Nicht-Hispanics (84 Prozent).cite-ref-119[119] Die meisten Mormonen sind in Nord- und SĂŒdamerika, im SĂŒdpazifik und in Westeuropa verbreitet. Die weltweite Verbreitung der Mormonen Ă€hnelt einem Kontaktdiffusionsmodell, das vom Hauptsitz der Organisation in Utah ausstrahlt.cite-ref-120[120] Die Kirche setzt eine allgemeine Einheitlichkeit der Lehre durch und Gemeinden auf allen Kontinenten lehren die gleichen Lehren. Internationale Mormonen neigen dazu, einen groĂen Teil der mormonischen Kultur aufzunehmen, möglicherweise aufgrund der Hierarchie von oben nach unten und der missionarischen PrĂ€senz der Kirche. Sie bringen jedoch oft Teile ihres eigenen Erbes in die Kirche ein und passen die kirchlichen Praktiken an die örtlichen Kulturen an.cite-ref-thomas-w-murphy-1996-121-0[121] Am 31. Dezember 2023 hatte die LDS-Kirche nach eigenen Angaben weltweit 17.255.394 Mitglieder.cite-ref-statistics-2019-122-0[122] Chile, Uruguay und mehrere Gebiete im SĂŒdpazifik haben einen höheren Mormonenanteil als die Vereinigten Staaten (der bei etwa 2 % liegt).cite-ref-123[123] Zu den sĂŒdpazifischen LĂ€ndern und Schutzgebieten, die zu mehr als 10 Prozent mormonisch sind, gehören Amerikanisch-Samoa, die Cookinseln, Kiribati, Niue, Samoa und Tonga.
| Nord-Amerika | 9.637.503 |
|---|---|
| SĂŒd-Amerika | 4.320.129 |
| Europa | 507.748 |
| Asien | 1.298.181 |
| Ozeanien (Pazifik) | 599.065 |
| Afrika | 849.568 |
Gruppen innerhalb des Mormonismus
Die nachstehenden Kategorien schlieĂen sich nicht unbedingt gegenseitig aus.
Heilige der letzten Tage
Mitglieder dieser Kirche, die auch als Latter-day Saints bekannt sind, machen ĂŒber 98 % der Mormonen aus.cite-ref-125[125] Die Ăberzeugungen und Praktiken der LDS-Mormonen orientieren sich im Allgemeinen an den Lehren der GeneralautoritĂ€t der LDS-Kirche. Mehrere kleinere Gruppen unterscheiden sich jedoch in verschiedener Hinsicht wesentlich vom âMainstreamâ-Mormonismus.
Mitglieder der LDS-Kirche, die sich nicht aktiv an Gottesdiensten oder kirchlichen Berufungen beteiligen, werden oft als âweniger tĂ€tigâ (englisch: less-active oder inactive) bezeichnet, Ă€hnlich den qualifizierenden AusdrĂŒcken ânicht aufmerksamâ oder ânicht ausĂŒbendâ (englisch: non-observant oder non-practicing), die in Bezug auf Mitglieder anderer religiöser Gruppen verwendet werden.cite-ref-stack-2011-10-24-126-0[126] Die LDS-Kirche veröffentlicht keine Statistiken ĂŒber kirchliche AktivitĂ€ten, aber es wird angenommen, dass etwa 40 Prozent der Mormonen in den Vereinigten Staaten und 30 Prozent weltweit regelmĂ€Ăig Gottesdienste besuchen.cite-ref-127[127] Zu den GrĂŒnden fĂŒr InaktivitĂ€t können die Ablehnung der grundlegenden Ăberzeugungen und/oder der Geschichte der Kirche, Unvereinbarkeiten des Lebensstils mit der Lehre und Probleme bei der sozialen Integration gehören.cite-ref-128[128] Die AktivitĂ€tsraten schwanken tendenziell mit dem Alter und der RĂŒckzug erfolgt am hĂ€ufigsten zwischen 16 und 25 Jahren. Im Jahr 1998 berichtete die Kirche, dass eine Mehrheit der weniger aktiven Mitglieder im spĂ€teren Leben wieder in die kirchliche TĂ€tigkeit zurĂŒckkehrte.cite-ref-129[129] Ab 2017 verlor die LDS-Kirche Mitglieder der Millennials,cite-ref-130[130] ein PhĂ€nomen, das nicht nur in der LDS-Kirche auftrat.cite-ref-131[131] Ehemalige Heilige der Letzten Tage, die versuchen, sich von der Religion zu distanzieren, werden oft als âExâ- bzw. âPostâ-Mormonen bezeichnet.
Fundamentalistische Mormonen
Mitglieder von Glaubensgemeinschaften, die in der Frage der Polygamie mit der LDS-Kirche brachen, wurden als âmormonische Fundamentalistenâ bekannt. Diese Gruppen unterscheiden sich vom mormonischen Mainstream vor allem durch ihren Glauben und ihre Praxis der Mehrehe. Man geht davon aus, dass es zwischen 20.000 und 60.000, nach manchen SchĂ€tzungen bis zu 100.000cite-ref-krakauer-132-0[132] Mitglieder fundamentalistischer Glaubensgemeinschaften gibt (was etwa 0,1 bis 0,4 % der Mormonen ausmacht), von denen etwa die HĂ€lfte Polygamie praktiziert.cite-ref-133[133] Es existieren eine Reihe fundamentalistischer Glaubensgemeinschaften, von denen die beiden gröĂten die Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (FLDS-Kirche) und die Apostolic United Brethren (AUB) sind. Von den Mitgliedern der FLDS-Kirche sollen etwa 30.000 Polygamie praktizierencite-ref-krakauer-132-1[132]. Neben der Mehrehe praktizieren einige dieser Gruppen mormonischen Quellen zufolge auch eine Form des âchristlichen Kommunalismusâ in Anlehnung an die GĂŒtergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde, das als das âGesetz der Weiheâ oder die Vereinigte Ordnung bekannt ist.cite-ref-134[134] Innerhalb dieser Gruppen kommt es jedoch immer wieder zu FĂ€llen von Zwangsverheiratungen und zu sexuellen Ăbergriffen auf MinderjĂ€hrige.cite-ref-135[135] John Howard Pyle, der damalige Gouverneur von Arizona, ging aus diesem Grund 1953 in einer groĂen Razzia, der Short Creek Raid, gegen die FLDS vor und verhaftete 122 Polygamisten, die in den folgenden Jahren jedoch meist wieder freigelassen wurden. 263 Kinder wurden unter Amtsvormundschaft gestellt und auf Pflegefamilien verteilt.cite-ref-136[136] David Kingston, hochrangiges Mitglied einer anderen Polygamistengruppe, die eine abgelegene Farm als âUmerziehungslagerâ fĂŒr minderjĂ€hrige MĂ€dchen eingerichtet hatte, wurde zu zehn Jahren Haft wegen Inzests und sexuellen Missbrauchs verurteilt, nachdem eines der gefangenen MĂ€dchen 1998 entkommen konnte.cite-ref-137[137] Seine Polygamistengruppe, der Kingston-Clan, musste auĂerdem mehrere hohe Geldstrafen wegen Subventions- und Sozialhilfebetrugs bezahlen.cite-ref-138[138] Das Southern Poverty Law Center rechnet den Clan zu den Hassgruppen.cite-ref-139[139] Andere polygame Mormonen wanderten bereits 1886 nach Mexiko aus. Zu ihr gehörte auch der UrurgroĂvater des republikanischen PrĂ€sidentschaftskandidaten von 2012, Mitt Romney. 1902 stieĂ Alma Dayer LeBaron Sr., der GrĂŒnder des LeBaron-Clans, zu ihnen, 1944 wurden er und seine fĂŒnf Söhne von der LDS-Hauptkirche wegen Polygamie exkommuniziert. Drei von ihnen beanspruchten spĂ€ter den Titel des âEinen MĂ€chtigen und Starkenâ (One Mighty and Strong), der die durch Polygamie wiederhergestellte Mormonenkirche fĂŒhren könne, wie Joseph Smith in Abschnitt 85 der Lehre und BĂŒndnisse offenbart wurde.cite-ref-140[140] Einer der drei, Ben, wurde in das Utah State Mental Hospital eingewiesen. Ein anderer Sohn, Ervil LeBaron, gab zahlreiche Morde an anderen Fundamentalisten in Auftrag und erwarb den Spitznamen Mormon Manson.cite-ref-141[141] Er wurde wegen Mordes verurteilt und starb 1981 in Utah im GefĂ€ngnis. Mehrere seiner 54 Kinder verbĂŒĂen ebenfalls Haftstrafen wegen Morden, die von ihrem Vater in Auftrag gegeben wurden.cite-ref-142[142]cite-ref-143[143]
Die LDS-Kirche distanziert sich von all diesen polygamen Gruppen, indem sie Personen exkommuniziert, wenn bekannt wird, dass sie die Mehrehe praktizieren oder lehren.cite-ref-144[144] Bereits 1998 war es so, dass eine Mehrheit der mormonischen Fundamentalisten nie Mitglieder der LDS-Kirche waren.cite-ref-145[145]
Liberale Mormonen
Liberale Mormonen, die auch als progressive Mormonen bekannt sind, haben einen interpretativen Ansatz zu den Lehren und Schriften der LDS.cite-ref-stack-2011-10-24-126-1[126] Sie suchen in den Schriften nach spiritueller FĂŒhrung, glauben aber nicht unbedingt, dass die Lehren buchstĂ€blich oder in einzigartiger Weise wahr sind. FĂŒr die liberalen Mormonen ist die Offenbarung ein Prozess, durch den Gott die fehlbaren Menschen allmĂ€hlich zu einem gröĂeren VerstĂ€ndnis bringt.cite-ref-146[146] Eine Person aus dieser Gruppe wird manchmal fĂ€lschlicherweise von anderen innerhalb der Mainstream-Kirche als ein âJack Mormonâcite-ref-147[147] angesehen; hĂ€ufiger wird dieser Begriff jedoch verwendet, um eine andere Gruppe mit unterschiedlichen Motiven zu beschreiben, die das Evangelium auf nicht-traditionelle Weise leben wollen. Liberale Mormonen stellen gutes Handeln und liebevolle Mitmenschen ĂŒber die Bedeutung des richtigen Glaubens.cite-ref-148[148] In einem gesonderten Kontext haben auch Mitglieder kleinerer progressiver abtrĂŒnniger Gruppen diese Eigenschaft ĂŒbernommen.
Kulturelle Mormonen
Kulturelle Mormonen sind Personen, die vielleicht nicht an bestimmte Lehren oder Praktiken der institutionellen LDS-Kirche glauben, sich aber dennoch als Mitglieder der mormonischen ethnischen IdentitĂ€t identifizieren.cite-ref-stack-2011-10-24-126-2[126]cite-ref-murphy-149-0[149]cite-ref-campbell-150-0[150] In der Regel ist dies darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass man im LDS-Glauben aufgewachsen ist oder sich bekehren lieĂ und einen groĂen Teil seines Lebens als aktives Mitglied der LDS-Kirche verbracht hat.cite-ref-151[151] Kulturelle Mormonen können aktiv an der LDS-Kirche beteiligt sein oder auch nicht. In einigen FĂ€llen sind sie möglicherweise keine Mitglieder der LDS-Kirche.
Konfessionen und Gruppierungen
Abspaltungen gab es im Mormonentum schon frĂŒh. Die Reine Kirche Christi war die erste Abspaltung. Es gibt heute rund 70 mormonische Glaubensgemeinschaften,cite-ref-152[152] die in die folgenden Hauptströmungen geordnet werden können:
âą âRocky-Mountain-Mormonenâ â Zogen nach Utah, erkennen Brigham Young als legitimen Propheten an:
âą Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die gröĂte Gemeinschaft mit Sitz in Salt Lake City, Utah (lehnt seit 1890 die Polygamie ab, betrachtet deren temporĂ€re AusĂŒbung vor diesem Jahr als legitimcite-ref-153[153])
âą viele weitere, meist sehr kleine Gemeinschaften, die fast alle nach 1890 entstanden und die Polygamie in gröĂerem oder geringerem AusmaĂ bis heute fortfĂŒhren. Die meisten pflegen eine an die GĂŒtergemeinschaft der Jerusalemer Urgemeinde angelehnte GĂŒtergemeinschaft. Zum Beispiel: Apostolic United Brethren, Fundamentalistische Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Kirche Christi der letzten Tage, True and Living Church of Jesus Christ of Saints of the Last Days, Centennial Park Group. Daneben gibt es auch individuelle Fundamentalisten, die keiner organisierten Kirche angehören.
âą âPrĂ€rie-Mormonenâ â Blieben im Mittleren Westen, erkennen Brigham Young nicht als legitimen Propheten an:
âą Die Gemeinschaft Christi (zweitgröĂte Kirche der Konfessionsgruppe, ehemals âReorganisierte Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tageâ, antipolygamistisch, heute recht liberal)cite-ref-154[154]
âą viele weitere, kleinere Gemeinschaften, die teilweise auch Joseph Smith, jr. selbst als gefallenen Propheten betrachten und nur das Buch Mormon und eine gröĂere oder kleinere Zahl von Lehren seiner frĂŒhen Jahre akzeptieren, teilweise ergĂ€nzt um ihre jeweils eigene Prophetie. Die meisten erkennen die Polygamie weder fĂŒr heute noch historisch als legitim an. Manche von ihnen entstanden schon kurz nach Smiths Tod, andere erst im 20. Jahrhundert durch Spaltungen. Darunter fallen die Kirche Christi (Temple Lot), die Kirche Christi mit der Elias-Botschaft (drittgröĂte Kirche der Konfessionsgruppe, erkennt von Smith ĂŒberhaupt nur das Buch Mormon an), die Kirche Jesu Christi (Cutleriten), die Kirche Christi (Fettingiten), die Wiederhergestellte Kirche Christi, die Restliche Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Kirche Jesu Christi (Bickertoniten) (viertgröĂte Kirche der Konfessionsgruppe). Hierher gehört mit EinschrĂ€nkungen auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Strangiten), die Brigham Young ebenfalls ablehnt, aber alle Lehren Smiths anerkennt und die Polygamie grundsĂ€tzlich befĂŒrwortet, auch wenn sie bereits seit 1856 nicht mehr ausgeĂŒbt wird.
Siehe auch
Literatur
Siehe auch
:
Literatur zur Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
âą B. H. Roberts: Comprehensive History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Salt Lake City 1930, ISBN 0-8425-0482-6, S. 3459.
âą Friedrich Wilhelm Haack: Mormonen. MĂŒnchen 1989, ISBN 3-583-50611-1.
âą Samuel Leuenberger: Mormonen: Heilige der letzten Tage? Logos Verlag GmbH, 2000, ISBN 3-933828-59-7.
âą Jon Krakauer: Mord im Auftrag Gottes. Eine Reportage ĂŒber religiösen Fundamentalismus in den USA. Piper, MĂŒnchen/ZĂŒrich 2003, ISBN 3-492-04571-5.
âą Albert Mössmer: Die Mormonen. Die Heiligen der letzten Tage. Patmos, DĂŒsseldorf 2004, ISBN 3-491-69409-4.
âą Terryl C. Givens: People of Paradox: A History of Mormon Culture. Oxford University Press, New York 2007, ISBN 978-0-19-516711-5.
âą Christopher James Blythe: Terrible Revolution: Latter-day Saints and the American Apocalypse. Oxford University Press, New York 2020, ISBN 978-0-19-008028-0.
âą Richard Lyman Bushman: Mormonism. A Very Short Introduction. Oxford University Press, Oxford 2008, ISBN 978-0-19-531030-6.
Weblinks
Commons
: Mormonen
â Album mit Bildern
Wikisource: Mormonentum
â Quellen und Volltexte
Wikiquote: Mormonentum
â Zitate
Wiktionary: Mormone
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Informationen zu den Lehren der Mormonen , Wissenswertes ĂŒber die Mormonen - hĂ€ufige Fragen von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
âą Evangelische Informationsstelle Kirchen â Sekten â Religionen der Schweiz: Mormonentum
âą Evangelische Zentralstelle fĂŒr Weltanschauungsfragen â Lexikon: Mormonen
Einzelnachweise
cite-note-11. â Church of Christ: General Denominational Information (Memento vom 13. August 2020 im Internet Archive) (englisch).
cite-note-22. â Church purchases Kirtland Temple, other historic buildings and artifacts from Community of Christ. Church News, 5. MĂ€rz 2024, abgerufen am 13. Mai 2024 (englisch).
cite-note-33. â 2023 Statistical Report of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints. 6. April 2024, abgerufen am 13. Mai 2024 (englisch).
cite-note-44. â Reorganized Church of Jesus Christ of Latter Day Saints v. Williams, Record T, 1880, S. 488, Court of Common Pleas, Lake County Courthouse, Painesville, Ohio (englisch).
cite-note-launius-55. â Roger D. Launius: Joseph Smith III and the Kirtland Temple Suit (Memento vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive; PDF; 2,8 MB). In: BYU Studies. Brigham Young University, Volume 25 (Sommer 1985), S. 110â116 (englisch).
cite-note-66. â Kim L. Loving: Ownership of the Kirtland Temple: Legends, Lies, and Misunderstandings. In: Journal of Mormon History 30(2): 1â80 (Herbst 2004).
cite-note-77. â Eric Paul Rogers and R. Scott Glauser: The Kirtland Temple Suit and the Utah Church. In: Journal of Mormon History 30(2): 81â97 (Fall 2004) (englisch).
cite-note-lds-styleguide-88. â The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints: Style Guide
cite-note-99. â The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints: President Nelson Discusses the Name of the Church. Press release, 2018-08-21
cite-note-1010. â Buch Mormon: 2 Nephi 5 (hier wird die dunkle Hautfarbe als ein Fluch beschrieben)
cite-note-1111. â https://www.lds.org/scriptures/bofm/introduction?lang=eng Einleitung des Buches Mormon englisch
cite-note-1212. â https://www.lds.org/scriptures/bofm: Mormon 9:32
cite-note-1313. â Joseph Smith Lebensgeschichte 1:51. In: Kirche Jesu Christi. Abgerufen am 3. Juli 2023.
cite-note-1414. â Dies gilt nicht fĂŒr die zweitgröĂte Kirche, die Gemeinschaft Christi. Vgl. Steven Shields: Divergent Paths of the Restoration, Independence 2001, S. 68.
cite-note-1515. â Steven Shields: Divergent Paths of the Restoration, Independence 2001, S. 68 (englisch).
cite-note-1616. â Offizielle Presseseite: HĂ€ufige Fragen
cite-note-velkd-1717. â Horst Reller (Hrsg.): Handbuch religiöse Gemeinschaften und Weltanschauungen. Im Auftrag der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, GĂŒtersloher Verlagshaus, 2000, ISBN 3-579-03585-1. S. 425.
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cite-note-6161. â Richard Lyman Bushman: Joseph Smith: Rough Stone Rolling. Hrsg.: Alfred A. Knopf. New York, S. 328â338 (englisch, Erstausgabe: 2005). ISBN 978-1-4000-4270-8 (âLetztendlich reichten die Rituale und Visionen, die dem Kirtland-Tempel gewidmet waren, nicht aus, um die Kirche angesichts einer wachsenden Anzahl interner Streitigkeiten zusammenzuhalten.â) John L. Brooke: The Refinerâs Fire: The Making of Mormon Cosmology, 1644â1844. Hrsg.: Cambridge University Press. S. 221 (englisch, Erstausgabe: 1994). ISBN 0-521-34545-6
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cite-note-6565. â Richard Lyman Bushman: Joseph Smith: Rough Stone Rolling. Hrsg.: Alfred A. Knopf. New York, S. 367 (englisch, Erstausgabe: 2005). ISBN 978-1-4000-4270-8 (In Boggsâ Missouri Executive Order 44 hieĂ es, dass die Mormonengemeinschaft âKrieg gegen das Volk dieses Staates gefĂŒhrt habeâ und dass âdie Mormonen als Feinde behandelt und ausgerottet oder aus dem Staat vertrieben werden mĂŒssen, wenn es fĂŒr den öffentlichen Frieden notwendig istâ.) (1976 entschuldigte sich der [Bundesstaat] Missouri förmlich fĂŒr diesen Befehl)
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cite-note-7676. â Die Legion Nauvoo war eine staatlich autorisierte Miliz der Stadt Nauvoo, Illinois in den Vereinigten Staaten. Mit zunehmender Feindseligkeit der umliegenden Siedlungen wurde ihre Hauptaufgabe die Verteidigung von Nauvoo und der umliegenden Siedlungsgebiete der Heiligen der Letzten Tage.
cite-note-7777. â Arnold K. Garr, Donald Q. Cannon, Richard O. Cowan: Encyclopedia of Latter-Day Saint History. Hrsg.: Deseret Book Company. S. 824 (englisch, Erstausgabe: 2000). ISBN 1-57345-822-8; Viele lokale Illinoisianer waren mit der Macht der Mormonen unzufrieden, und ihr Unbehagen wurde von den lokalen Medien geschĂŒrt, nachdem Smith eine Zeitung unterdrĂŒckt hatte, die ein ExposĂ© ĂŒber die Mormonen-Ehe, die Theokratie und andere heikle und oft falsch interpretierte Themen enthielt. Die UnterdrĂŒckung fĂŒhrte dazu, dass Smith verhaftet, vor Gericht gestellt und wegen âAnstiftung zum Aufruhrâ freigesprochen wurde. Am 25. Juni lieĂ sich Smith erneut verhaften und wegen der AufruhrvorwĂŒrfe vor Gericht stellen, diesmal in der Kreisstadt Carthage, wo er aufgrund einer neuen Anklage wegen Hochverrats ohne Kaution inhaftiert wurde. Joseph I. Bentley: Encyclopedia of Mormonism. In: Smith, Joseph: Legal Trials of Joseph Smith. Macmillan Publishing, New York 1992, OCLC 24502140, S. 1346â1348 (englisch, byu.edu [abgerufen am 7. September 2020]). ISBN 978-0-02-879602-4
cite-note-7878. â Brigham Young sagte spĂ€ter ĂŒber Hyrum: âHat Joseph Smith irgendeinen Mann ordiniert, um seinen Platz einzunehmen? Das tat er. Wer war es? Es war Hyrum, aber Hyrum fiel vor Joseph als MĂ€rtyrer. HĂ€tte Hyrum gelebt, hĂ€tte er fĂŒr Joseph gehandelt.â Times and Seasons, 5 [October 15, 1844]: S. 683
cite-note-7979. â Fawn M. Brodie: No Man Knows My History: The Life of Joseph Smith. Hrsg.: Alfred A. Knopf. S. 398 (englisch, Erstausgabe: 1973). ISBN 978-0-394-46967-6
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cite-note-8181. â Smiths Position als PrĂ€sident der Kirche [gemeint ist hier die Bewegung der Heiligen der Letzten Tage, englisch: Latter Day Saint movement] wurde ursprĂŒnglich vakant gelassen, basierend auf der Annahme, dass niemand Smiths Amt nachfolgen könnte. Jahre spĂ€ter stellte die Kirche den Grundsatz auf, dass Young und jeder andere hochrangige Apostel des Kollegiums der Zwölf Apostel nach dem Tod des ehemaligen PrĂ€sidenten vorbehaltlich der einstimmigen Zustimmung des Kollegiums der Zwölf Apostel, selbstverstĂ€ndlich zum PrĂ€sidenten der LDS-Kirche geweiht werden sollte.
cite-note-8282. â Winter Quarters war ein Lager, das von etwa 2.500 Mitgliedern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gebildet wurde, als sie im Winter 1846/47 auf bessere Bedingungen fĂŒr ihren Treck in Richtung Westen warteten. Es folgte eine vorlĂ€ufige Zeltsiedlung etwa 3œ Meilen westlich am Cutlerâs Park. Mitglieder der LDS-Glaubensgemeinschaft bauten mehr als 800 HĂŒtten in der Siedlung Winter Quarters. Die Siedlung liegt im heutigen North Omaha [in Nebraska] mit Blick auf den Missouri River und blieb bis 1848 bewohnt.
cite-note-emigration-religious-freedom-8383. â Im Jahr 2004 erkannte der Bundesstaat Illinois die Vertreibung der Heiligen der Letzten Tage als die âgröĂte Zwangsmigration in der amerikanischen Geschichteâ an und stellte in der verabschiedeten Resolution fest: âIN DER ERWĂGUNG, dass Einseitigkeiten und Vorurteile eines weniger aufgeklĂ€rten Zeitalters in der Geschichte des Bundesstaates Illinois fĂŒr die Gemeinschaft der Heiligen der Letzten Tage durch das Misstrauen, die Gewalt und die unwirtlichen Handlungen einer dunklen Zeit in unserer Vergangenheit unermessliche HĂ€rte und Traumata verursacht haben; deshalb, sei es auch vom Haus der ReprĂ€sentanten der Dreiundneunzigsten Vollversammlung des Staates ILLINOIS beschlossen, erkennen wir die Ungleichheit dieser vergangenen Handlungen und VerdĂ€chtigungen an und bedauern die Vertreibung der Gemeinschaft der Heiligen der Letzten Tage, eines Volkes des Glaubens und der harten Arbeit.â Generalversammlung von Illinois (1. April 2004). Illinois General Assembly: Official House Resolution HR0793 (LRB093 21726 KEF 49525 r). 1. April 2004, abgerufen am 8. September 2020 (englisch). ; âDie groĂe mormonische Migration von 1846â1847 war nur ein Schritt im Streben der Mormonen nach religiöser Freiheit und Wachstum.âNational Park Service (Hrsg.): Mormon Pioneer National Historic Trail: History & Culture. 10. Juli 2020 (englisch, nps.gov [abgerufen am 8. September 2020]).
cite-note-8484. â âNachdem es den Heiligen der Letzten Tage nicht gelungen war, Zion innerhalb der Grenzen der amerikanischen Gesellschaft aufzubauen, fanden sie im Great Basin die Isolation vor, die es ihnen ermöglichen wĂŒrde, eine unverwechselbare Gemeinschaft auf der Grundlage ihrer eigenen Ăberzeugungen und Werte zu grĂŒnden.â
cite-note-8585. â Determining the Facts â Reading 1: The Mormon Years. 8. Juli 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. Mai 2017; abgerufen am 8. September 2020 (englisch).
cite-note-8686. â (Von 1847 bis 1857 wurden fĂŒnfundneunzig Mormonen-Gemeinschaften gegrĂŒndet, von denen sich die meisten um Salt Lake City gruppierten.); Hunter, Milton (June 1939). âThe Mormon Corridorâ. Pacific Historical Review. 8 (2):Milton Hunter: The Mormon Corridor. In: Pacific Historical Review. Nr. 2. University of California Press, Juni 1939, S. 179â200, doi:10.2307/3633392, JSTOR:3633392 (englisch).
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cite-note-9090. â Jessie L. Embry: Polygamy â Polygamist prisoners, State Penitentiary, 1888. Hrsg.: University of Utah Press. Salt Lake City (englisch, archive.org [abgerufen am 8. September 2020]). ISBN 978-0-87480-425-6 Die mormonische Lehre von mehreren Ehefrauen wurde offiziell von einem der zwölf Apostel, Orson Pratt, und Young, in einer Sonderkonferenz der Ăltesten der LDS-Kirche, die am 28. August 1852 im mormonischen Salt-Lake-Tabernakel versammelt waren, verkĂŒndet und in einer Sonderausgabe der Deseret News âMinutes of conference: a special conference of the elders of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints assembled in the Tabernacle (deutsch: Konferenzprotokoll: eine Sonderkonferenz der Ăltesten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die im Tabernakel versammelt sind), Great Salt Lake City, am 28. August 1852, 10 Uhr, a.m. aufgrund einer öffentlichen Bekanntmachung nachgedrucktâ. Church of Jesus Christ of Latter-day Saints: Minutes of conference: a special conference of the elders of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints assembled in the Tabernacle, Great Salt Lake City. In: Deseret News. Salt Lake City 14. September 1852, S. 14 (englisch, contentdm.lib.byu.edu [abgerufen am 3. September 2020]).
cite-note-9191. â The Politics of American Religious Identity: The Seating of Senator Reed Smoot, Mormon Apostle, Kathleen Flake, University of North Carolina Press 2004 in der Google-Buchsuche-USA ISBN 978-0-8078-5501-0
cite-note-9292. â (Auf die Frage, warum sie diese Beziehungen eingegangen sind, betonten sowohl die polygamen Ehefrauen als auch die EhemĂ€nner den spirituellen Segen der ewigen Versiegelung und der Unterwerfung unter Gottes Willen. Nach den VolkszĂ€hlungen auf Bundesebene lag der höchste Prozentsatz an polygamen Familien in der Bevölkerung im Jahr 1860 bei 43,6 Prozent, 1880 bei 25 Prozent und 1890 bei 7 Prozent).
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cite-note-bushman-9494. â Mormonism: A Very Short Introduction, Richard L. Bushman, Oxford University Press, New York 2008 in der Google-Buchsuche-USA (eingeschrĂ€nkte Vorschau) ISBN 978-0-19-531030-6 (âDie genaue Untersuchung der EheschlieĂungen in einer Utah-Gemeinde aus dem 19. Jahrhundert ergab, dass eine unverhĂ€ltnismĂ€Ăig hohe Anzahl an polygamen Ehefrauen insbesondere Frauen waren, die ohne VĂ€ter oder BrĂŒder nach Utah gekommen waren, die fĂŒr sie hĂ€tten sorgen können⊠Da besser gestellte MĂ€nner hĂ€ufiger polygam heirateten, verteilte diese Praxis den Reichtum an die Armen und die Unzufriedenen.â).
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cite-note-9797. â Um die Vorstellung zu bekĂ€mpfen, dass die Mormonen unter Youngs FĂŒhrung unglĂŒcklich seien, bemerkte Cumming, âdass er angeboten habe, jedem zu helfen, das Gebiet zu verlassen, wenn er es wĂŒnscheâ. Von den 50.000 Einwohnern des Bundesstaates Utah beeindruckte Cumming die unterwĂ€ltigende Reaktion â 56 MĂ€nner, 33 Frauen und 71 Kinder, von denen die meisten angaben, aus wirtschaftlichen GrĂŒnden gegangen zu sein â ebenso wie die Tatsache, dass die MormonenfĂŒhrer den Auswanderern VorrĂ€te zur VerfĂŒgung stellten. Cumming an [AuĂenminister Lewis Cass], geschrieben von Thomas Kane, 2. Mai 1858, BYU-Sondersammlungen.
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cite-note-107107. â âEntwicklungen, die die traditionellen rassischen, ethnischen und geschlechtsspezifischen Ungleichheiten und Bigotterie mildern, wurden im Nachhinein von den meisten Amerikanern (und den meisten Mormonen) als wĂŒnschenswert angesehen ⊠Auf der anderen Seite haben die Mormonen (und viele andere) mit zunehmender Besorgnis die Verbreitung âbefreienderâ Innovationen in der Gesellschaft beobachtet, wie die Normalisierung des nichtehelichen Sexualverhaltens, die Zunahme von Abtreibung, IllegitimitĂ€t, Scheidung und VernachlĂ€ssigung oder MiĂbrauch von Kindern, Freizeitdrogen, KriminalitĂ€t usw.â Armand L. Mauss: The Angel and the Beehive: The Mormon Struggle with Assimilation. Hrsg.: University of Illinois Press. S. 124 (englisch, Erstausgabe: 1994). ISBN 978-0-252-02071-1
cite-note-108108. â â[D]ie Kirche scheint die Erosion unverwechselbarer mormonischer Verhaltensweisen, die in den 60er Jahren zu erwarten gewesen wĂ€re, gestoppt, wenn nicht gar umgekehrt zu haben.â The Angel and the Beehive: The Mormon Struggle with Assimilation, University of Illinois Press, 1994 in der Google-Buchsuche-USA (eingeschrĂ€nkte Vorschau) ISBN 978-0-252-02071-1 âDoch im teilweisen Widerspruch zu ihrem Bild in der Ăffentlichkeit stehen die Mormonen in bestimmten anderen sozialen und politischen Fragen, insbesondere bei den BĂŒrgerrechten und sogar bei den Frauenrechten, meist auf der liberalen Seite des Kontinuums (d. h. des zusammenhĂ€ngenden Ganzen), es sei denn, diese scheinen mit der Rolle der Kindererziehung in Konflikt zu geraten.â The Angel and the Beehive: The Mormon Struggle with Assimilation, University of Illinois Press, 1994 in der Google-Buchsuche-USA (eingeschrĂ€nkte Vorschau) ISBN 978-0-252-02071-1
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cite-note-bushman111-110110. â Mormonism: A Very Short Introduction, Richard L. Bushman, Oxford University Press, New York 2008 in der Google-Buchsuche-USA (eingeschrĂ€nkte Vorschau) ISBN 978-0-19-531030-6 (âDie UrsprĂŒnge dieser Politik sind nicht ganz klar. Passagen in Joseph Smiths Ăbersetzungen deuten darauf hin, dass einer Linie, die mit Ham und den Ă€gyptischen Pharaonen verbunden war, die Priesterschaft verboten wurde. Die Verbindung der alten Pharaonen mit den modernen Afrikanern und Afroamerikanern erforderte einen spekulativen Sprung, aber zur Zeit von Brigham Young war der Sprung geschafftâ.)
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